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Das sind die neuen Energie-Effizienzklassen
17.11.2021 Strom remind.me

Waschmaschinen werden in die Klassen A bis G eingeteilt
Waschmaschinen werden in die Klassen A bis G eingeteilt

Wer sich heutzutage eine neue Waschmaschine oder einen Fernseher kaufen möchte, wundert sich vielleicht über die Energielabels, die sich auf den Geräten befinden. Denn seit März 2021 ist auf Waschmaschinen und Co. ein neues EU-Energielabel zu sehen. Das Wichtigste vorweg: Das neue Energielabel ist nur noch in die Klassen A bis G unterteilt. Die bisherigen Effizienzklassen A+++, A++ sowie A+ entfallen damit – aber Achtung, denn dies gilt nicht für jede Produktgruppe.

Damit Sie sich im Wirrwarr der unterschiedlichen Bezeichnungen zurechtfinden, stellen wir Ihnen hier alle Energieeffizienzklassen vor

Damit Sie vor dem Kauf eines neuen Gerätes bestens informiert sind

Die Neueinteilung der Effizienzklassen soll Verbraucher eine bessere Vergleichbarkeit der Geräte ermöglichen. Dass das nicht ganz so vereinfacht wurde, zeigt bereits, dass sich die Energieeffizienzklassen unterscheiden.

Wichtig ist nämlich zu beachten, welcher Produktgruppe das jeweilige Gerät angehört. Die Energieeffizienz richtet sich aber auch weiterhin primär nach dem jeweiligen Stromverbrauch.

Es spielen jedoch noch weitere Eigenschaften eine Rolle, die von der Geräteart abhängig sind

Je geringer der Verbrauch im Vergleich zum jeweiligen Referenzgerät ausfällt, desto höher ist die Energieeffizienzklasse, in die das Gerät eingestuft wird. Verbraucher können dadurch Geräte innerhalb einer Produktgruppe miteinander vergleichen. Die Energieeffizienz verschiedener Gerätetypen lässt sich dagegen nicht miteinander ins Verhältnis setzen.

Irritierenderweise gilt dies nicht für alle Geräte

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.deutschland-machts-effizient.de
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Die Labels für Waschmaschinen und Co. gelten seit März, die für Lampen und Leuchten seit September. Alle weiteren Produktgruppen, die unter die Kennzeichnungspflicht fallen, sollen bis spätestens im August 2030 ein überarbeitetes Label erhalten.

Zu diesen Produktgruppen gehören Warmwasserspeicher, Klimaanlagen und kleinere Heizgeräte oder auch Backöfen.

Ein weiteres Manko: Das EU-Energielabel wird nicht durch eine unabhängige Institution vergeben. Die Hersteller stufen ihre Geräte selbst ein. Die Verbraucherzentralen stellen regelmäßig Mängel bei der Kennzeichnung fest, wenn sie diese stichprobenartig überprüfen.  Demnach raten wir,  alle Angaben vor einem Kauf bestens zu studieren.

Die EU-Labels der verschiedenen Produktgruppen

Gerätetyp Effizienzklasse Weitere Informationen
Waschmaschine A bis G Stromverbrauch, Wasserverbrauch, maximale Beladung im Eco-Modus, Geräuschemission, Dauer eines Waschgangs, Schleuderwirkungsklasse
Trockner A bis G Energieverbrauch, maximale Beladung, Geräuschemission, Wasserverbrauch, Schleuderwirkungsklasse, Dauer eines Wasch- oder Trockengangs
Kühl- oder Gefrierschrank A bis G Stromverbrauch, Kühl- bzw. Gefriervolumen, Geräuschemission
Geschirrspüler A bis G Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Standardbeladung, Geräuschemission, Dauer eines Trockengangs im Eco-Modus
Lampen und Leuchten A bis G alternativ bis 1. März 2022: A++ bis E Stromverbrauch bei 1.000 Stunden Nutzungsdauer, Fassung für Leuchtmittel und deren Energieeffizienzklasse
Elektrobacköfen und Heizgeräte A+++ bis D durchschnittlicher Energieverbrauch pro Zyklus, Energieeinsatz
Staubsauger haben kein Label    

Eine weitere Zusatzhilfe: Wer im Geschäft vor einem Gerät steht, das er kaufen möchte, kann zudem mithilfe eines QR-Codes, der auf jedem Gerät angebracht ist, weitere Informationen abfragen.

5 Tipps vor dem Gerätekauf

  1. Wenn Sie ein sparsames Gerät kaufen, das etwas mehr Geld kostet, lohnt sich die Mehrausgabe über die Jahre in den meisten Fällen, weil Sie Energiekosten sparen
  2. Man sollte zudem auch die Lebensdauer und den Verbrauch weiterer Energieträger beim Betrieb des Produktes beachten
  3. Auch wenn Billiganbieter aus Fernost mit günstigen Preisen locken, ist es besser, bekannten Herstellern zu vertrauen. Namhafte Unternehmen verwenden in der Regel hochwertigere Materialien und stehen für Qualität
  4. Achten Sie zudem auf Prüfsiegel wie etwa dem CE-Zeichen achten (diese Siegel sichern die Herstellung nach EU-Richtlinien)
  5. Kunden haben aufgrund des Produkthaftungs- und Produktsicherheitsgesetzes ein Recht auf eine deutsche und verständliche Betriebsanleitung