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Diese Stadtwerke erhöhen erneut ihre Strompreise
16.08.2022 Strom remind.me

Stromzähler
Strompreiserhöhung im Herbst – für Hunderttausende Kunden wird es noch teurer

Lange waren Verbraucher vor Preiserhöhungen geschützt, aber ab dem kommenden Herbst ist dies aufgrund immens gestiegener Beschaffungspreise bei vielen Versorgern nicht mehr möglich. Viele Unternehmen haben jetzt bekannt gegeben, dass sie ihre Strompreise zum 1. Oktober anheben – welche das sind, weiß remind.me.

Update vom 16. August, denn immer mehr Stadtwerke kündigen Preiserhöhungen an. So auch die Stadtwerke Halle (Saale). Es ist bereits die zweite massive Preiserhöhung der EVH in diesem Jahr.  Die Preise steigen für die Grundversorgung sowie alle variablen HALPLUS–Tarife

  • bei Strom um 6,55 ct/kWh und
  • bei Erdgas um 4,17 ct/kWh

Ebenfalls ganz aktuell haben die Stadtwerke Lünen, Ingolstadt, Kamp-Lintfort und Norden weitere Preisanhebungen angekündigt.

Strom hat in Deutschland einen stolzen Preis

Wer rund 3.5000 kWh/Jahr verbrauchte, zahlte im April 2022 noch einen Durchschnittspreis von 37,14 – dieser Preis wird für viele Verbraucher aber ab dem Herbst nicht mehr gelten.

Wer Anfang des Jahres 2022 einen langfristigen Stromvertrag abgeschlossen hat, kann sich noch (!) entspannt zurücklehnen. Denn noch sind die Energieversorger an die damals vereinbarten Preise gebunden.

Aber die stark gestiegenen Einkaufspreise bringen viele Unternehmen in Existenznöte – und sie erhöhen die Strompreise.

Die Ingolstädter Stadtwerke haben jetzt beispielsweise eine Erhöhung des kWh-Preises angekündigt. Diese “belaufe sich im Schnitt auf rund 40 Prozent des ursprünglichen, vorherigen Preises”, so das Unternehmen.

Kurios: Strompreiserhöhung für nur ein Quartal

Die Stadtwerke in Kamp-Lintfort reagieren ebenfalls und erhöhen zum 1. Oktober die Preise für Strom (und Gas). Ab dem 1. Oktober steigt der Preis im Sondertarif um 1,6 Cent pro Kilowattstunde brutto. Kunden in der Grundversorgung müssen 5,6 Cent/kWh mehr bezahlen (das macht umgerechnet 168 Euro/Jahr). Die neuen Preise gelten aber mit großer Wahrscheinlichkeit nur für drei Monate, zum Jahresbeginn sind weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen.

Bereits ab dem 1. September wird es in Dinslaken teurer

Auch wenn die Stadtwerke Dinslaken „für ihre Bestandskunden die Energie weitestgehend frühzeitig eingekauft haben, ergeben sich aktuell erhebliche zusätzliche Kosten aufgrund der Turbulenzen am Energiemarkt bei der Beschaffung von Restmengen Strom und Gas zur Deckung des tatsächlichen Bedarfs,” – so steht es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Stadtwerke werden somit den Preis für die Kilowattstunde Strom in der Grundversorgung DinBasis Strom für Dinslakener Bestandskunden um 3,20 Cent brutto auf 26,37 Cent brutto anheben.

Weitere Stadtwerke, die erneute Preisanhebungen durchsetzen werden

  • Die Stadtwerke Düsseldorf werden zum 1. November 2022 in der Grundversorgung den Preis je Kilowattstunden von 24,17 Cent auf 33,52 Cent (brutto). Das entspricht einer Erhöhung des Arbeitspreises um rund 38 Prozent oder 9,35 Cent.
  • Die Stadtwerke Wuppertal werden bereits ab dem 1. Oktober in der Grundversorgung den Strompreis um rund 33 Prozent anheben
  • Die Neubrandenburger Stadtwerke erhöhen zum 1. September deutlich die Preise für Strom. Die Tarife sollen durchschnittlich um 17 Prozent steigen
  • Die Potsdamer Stadtwerke erhöhen ihren Strompreis um 45 %
  • Auch die Kunden der Bad Dürkheimer Stadtwerke werden ab dem Herbst mehr zahlen müssen – wie viel das sein wird, wurde auf den Seiten des Unternehmens nicht genannt; lediglich der aktuelle Hinweis, seine Abschläge anzupassen
  • Kunden der Stadtwerke Brühl erwartet ein erheblicher Anstieg beim Strompreis von mindestens 50
  • Die Stadtwerke Wesel erhöhen ebenfalls zum 1. Oktober ihren Strompreis – wie hoch dieser dann ausfällt, bleibt offen. Die Kunden werden schriftlich informiert
  • Die Stadtwerke Ostmünsterland (SO) kündigen Strompreiserhöhungen zum 1. September an. Für das Produkt Strom I SO gut ergeben sich bei einem Verbrauch von 3000 kWH/ pro Jahr monatliche Mehrkosten in Höhe von 25,70 Euro (das sind  308,40 Euro/Jahr)
  • Die Stadtwerke Hechingen aus Baden-Württemberg und die Stadtwerke Weimar werden ebenfalls ihre Strompreise anheben – das volle Ausmaß ist aber bei beiden Unternehmen noch nicht bekannt
  • Die Stadtwerke Hamm erhöhen die Preise für die Grund- und Ersatzversorgung ebenfalls zum  1. Oktober 2022
  • Die Stadtwerke Borken werden ebenfalls den Strompreis anheben (Mehrkosten für einen Musterhaushalt: 150 Euro/Jahr, wenn er sich in der Grundversorgung befindet)
  • Die Stadtwerke Norden werden zum 1. Oktober die Preise anheben – und zum 1. Januar steht erneut eine Preissteigerung im Raum
  • Auch die Stadtwerke Schwerin werden ihre Strompreise anheben; im Citystrom-Tarif kostet dann die kWh Strom 50,24 Cent (netto)
  • Zum 1. September heben die Heidjers Stadtwerke aus Niedersachsen die Arbeitspreise für Strom allen Tarifen an; der Arbeitspreis steigt in allen Tarifen – außer bei den „Fix“-Tarifen – pro Kilowattstunde um 7,14 Cent brutto
  • Die Pfarrkirchner Stadtwerke (Landkreis Rottal-Inn) erhöhen ebenfalls ihre Preise, haben die neuen Tarife aber noch nicht auf ihrer Webseite angepasst
  • Die Stadtwerke Tübingen erhöhen ebenfalls die Preise. Für einen durchschnittlichen Haushalt steigt die Stromrechnung ab Oktober um 187 Euro (plus 27 Prozent). Der SWT-Cehf kündigte zudem bereits zum 1. Januar 2023 weitere Preissteigerungen an
  • Die Stadtwerke Ingolstadt werden die Strompreise zum 1. Oktober anheben, die Gaspreise voraussichtlich zum 1. November
  • Die Stadtwerke Landsberg verlangen von einem 4-Personen-Haushalt Mehrausgaben von rund 200 Euro pro Jahr rechnen
  • Die Stadtwerke Trier rechnen derzeit mit einer Erhöhung des Strompreises um 30 Prozent (der Zeitpunkt der Anpassung stehe noch nicht fest)
  • Die Stadtwerke Lünen erhöhen den Arbeitspreis im Grundversorgungstarif Strom zum 1. Oktober um 12,19 Cent/kWh brutto, Gas wird zum 1. Oktober um 3,08 Cent/kWh brutto erhöht
  • Die Stadtwerke Kamp-Lintfort verlangen für Strom im Sondertarif um 1,6 Cent pro kWh brutto mehr, in der Grundversorgung sind es 5,6 Cent/kWh mehr,  im Gas-Sondertarif wird es um 1,5 Cent teurer (das Gas, das die Stadtwerke in die Haushalte leiten, kommt zu 100 Prozent von Uniper)

Der Anstieg macht sich bei der nächsten Jahresabrechnung bemerkbar

Daniel Engelbarts
Daniel Engelbarts

Allen betroffenen Stromkunden wird geraten, ihre neuen Abschlagszahlungen zu überprüfen und den neuen Preisen anzupassen.

Auch Daniel Engelbarts, Mitgründer von remind.me und Verbraucherexperte empfiehlt, dies „um hohe Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung zu vermeiden. Und dass Strom eingespart werden muss, geht täglich durch die Medien. Wir von remind.me verraten allen Verbrauchern hier die 15 besten Spartipps.”

 

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