Energiesparen ist das Gebot der Stunde
22.07.2022
Strom
remind.me

Als „Gebot der Stunde“ hat der Deutsche Mieterbund das Energiesparen bezeichnet. „Mieterinnen und Mieter sollten motiviert werden, Energie einzusparen, aber nicht dazu verpflichtet werden, die Mindesttemperatur in ihren Wohnungen zu unterschreiten.“*
Energiesparen ist das Gebot der Stunde und betrifft sowohl Eigentümer, Mieter als auch die Industrie
Robert Habeck (Bundeswirtschaftsminister) hatte ein neues Paket zum Energiesparen angekündigt. Angesichts unsicherer russischer Lieferungen soll so die Vorsorge für den Winter verstärkt werden. Bei den Maßnahmen geht es auch um weitere Einsparungen von Gas in Wohnungen.
So gibt es derzeit nach Angaben des Ministeriums vertragliche Verpflichtungen, eine Mindesttemperatur in gemieteten Räumen aufrechtzuerhalten.
Wenn Mieterinnen und Mieter weniger heizen wollen, verstoßen sie gegen Mietverträge. Diese Verpflichtungen sollen vorübergehend ausgesetzt werden, damit Mieterinnen und Mieter, die die Heizung herunterdrehen wollen, dies auch tun dürfen. Zudem sollen Eigentümer von Gasheizungen einen Heizungscheck machen müssen.
Laut Habeck sollen möglichst alle Eigentümer und Eigentümerinnen einen Heizungscheck von Gasheizungen vornehmen – allerdings bis zum Ablauf der übernächsten Heizperiode 2023/24.
Aber angesichts der Befürchtungen vor einem Gasmangel im Winter kann sich die Heizungsbranche vor Aufträgen schon jetzt kaum retten
Alle Eigentümer von Gebäuden mit zentraler Wärmeversorgung – also in der Regel Mehrfamilienhäuser – sollen laut Ministerium außerdem einen hydraulischen Abgleich machen, wenn sie es nicht schon in den letzten Jahren getan haben. Dafür soll der Eigentümer die Kosten tragen.
„Man kann nicht 20 Millionen Heizungen bis Weihnachten optimieren. Das ist völlig unrealistisch“, so Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK).
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt am Freitagmittag im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz zu aktuellen Fragen der Energiepolitik.
*Dies erklärte der Deutsche Mieterbund auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.